Spinabifida-online.com

Ausserordentlich erfolgreiche Behandlung für Patienten mit Spina bifida dank der GIGER MD® Therapie

   

 

   English

   Deutsch

   

 

Definitionen

Spina bifida stammt aus dem Lateinischen und heisst gespaltener Rücken. Spina bifida ist ein Geburtsschaden, der die Wirbelsäule und das Nervensystem in Mitleidenschaft zieht. Die Rückenwirbel und das Rückenmark werden nicht richtig ausgebildet und normalerweise muss sofort operiert werden. Die Langzeitfolgen sind meist geschwächte oder gelähmte Beine und Schwierigkeiten mit Stuhlgang und Blasenkontrolle.


Bei der Meningomyelozele kommt es, bedingt durch eine Spaltung von Haut, Wirbelbögen und Gehirnhaut, zu einer Hervorwölbung von Nervenwurzeln und Rückenmark in Form eines Bruchsacks (Zele oder Hernie). Führt diese Schädigung nur zu einer leichten Vorwölbung ohne Bildung eines Bruchsacks, nennt man dies eine Myelozele. Diese betrifft vorzugsweise den Steissbeinbereich (Lumbosakralbereich). Dabei ist der Wirbelkörper und die Haut über dem Rückenmark nicht ausgebildet, es kommt zum offenliegenden Rückenmark mit der Gefahr des Aufstaus von Nervenwasser (Liquor) und Ausbildung eines Hydrocephalus.
 



Die hierbei auftretenden symmetrischen oder asymmetrischen Lähmungen verursachen oft fortschreitende Fussdeformitäten wie Spitz-, Klump- und Hohlfuss. Sie sind stets mit Sensibilitätsausfällen und häufig mit Blasen-Mastdarm-Störungen verbunden. Je nach der Höhenlokalisation der Rückenmarkschädigung kann ein teilweises oder komplettes Querschnittsyndrom bzw. ein sogenanntes Kaudasyndrom (Cauda equina ist der nach unten verlängerte Abschnitt des Rückenmarks) vorliegen.

Bildet sich bei einer Spaltung von Wirbelbögen und Hirnhaut (Dura) nur ein Bruchsack aus der Gehirnhaut, ohne Ausstülpung von Nervenwurzeln oder Rückenmark, bezeichnet man dies als Meningozele.

Machen diese Fehlbildungen keine Symptome, spricht  man von einer Spina bifida occulta. Über dieser Missbildung sind die Weichteile geschlossen. Sie wird im Röntgenbild als Spalte eines oder mehrerer Dornfortsätze erkannt. Meist kommt es nicht zu neurologischen Ausfällen. In manchen Fällen findet man Hautveränderungen über der Fehlbildungstelle, wie eine besonders starke Behaarung, Blutschwämmchen oder Lipome (gutartige Geschwülste aus Fett). Eine Spina bifida aperta liegt dann vor, wenn durch die Fehlbildungen neurologische Symptome wie Zeichen einer Querschnittlähmung in Form von beidseitigen Lähmungen, Blasenstörungen und Taubheitsgefühlen verursacht werden.
 


Unmittelbar nach der Geburt werden grössere Fehlbildungen in der Regel sofort bemerkt, die symptomlosen können später teilweise verantwortlich sein für Rückenschmerzen, meistens werden sie eher zufällig erkannt.

Hydrocephalus (Störung des Gehirnwasserkreislaufes) ist griechisch und heisst Wasserkopf. Ein Wasserkopf entsteht, wenn die Flüssigkeit, in der unser Hirn schwimmt, nicht  ungehindert zirkulieren kann. Es gibt immer eine gewisse Menge Flüssigkeit, die in und um unser Hirn zirkuliert. Normalerweise wird sie absorbiert - als ein Teil ganz normaler Körperfunktion. 
 



Das Baby mit Hydrocephalus leidet an einer Störung, die diese Absorption verhindert, und demzufolge sammelt
  sich im Schädel die Flüssigkeit immer mehr an. Nötigenfalls wird in den Kopf ein Ventil eingeführt, um diese Blockierung zu beheben und die überschüssige Flüssigkeit abzuleiten. Dadurch werden die Voraussetzungen für eine altersgemäße Entwicklung geschaffen. Ein solcher Wasserkopf tritt bei 80% der Spina-bifida betroffenen Kinder als Folgeerscheinung auf. In einigen Fällen treten ausserdem Anfalleiden auf. Ein Hydrocephalus kann auch durch Fehlbildungen und Tumor entstehen.

 

nach oben

 

   

 
 

Copyright © 2010 Combo AG. Alle Rechte vorbehalten. Letztes Update: 4. Januar 2010.